Aymakoop & Schuhexporte in die Welt

Obwohl unser Land seit der Gründung der Republik bestrebt ist, eine eigene Industrie aufzubauen und zu entwickeln, hinkt die Schuhindustrie vielen anderen Sektoren deutlich hinterher. Unzureichende staatliche Unterstützung hat zu einem Rückstand in der Produktionstechnologie und einer eingeschränkten Produktion geführt.

Der Übergang von der manuellen zur industriellen Produktion in den 1980er Jahren führte zu steigenden Exporten. Man kann sagen, dass mit der Steigerung der Schuhkapazität und des Produktionsvolumens zu dieser Zeit die Konzentration auf ausländische Märkte begann. Dank bedeutender Fortschritte des privaten Sektors macht der Schuhsektor heute 2,5 Prozent der registrierten Exporte aus, und einschließlich des Kofferhandels fast 10 Prozent der Gesamtexporte. Der Hauptgrund für die niedrigen offiziellen Exportzahlen ist die starke Beteiligung des Sektors am Kofferhandel.

Obwohl der Exportentwicklungsgrad des Sektors unzureichend ist, verfügt er über ein großes Angebotspotenzial, das mit europäischen Herstellern, insbesondere Spanien und Portugal, konkurrieren kann. Dieses Potenzial ist weltweit jedoch weitgehend unbekannt (5). Um dieses Exportpotenzial voll auszuschöpfen, muss der Schwerpunkt auf internationaler Werbung, Design und Produktstandardisierung liegen.

Die Auswahl ehemaliger Ostblockländer für den Schuhexport aufgrund ihrer geografischen Nähe hatte erhebliche Auswirkungen auf die Entwicklung dieser Länder. Die Krise des russischen Marktes im Jahr 1998, der bis 1998 50 % der Exporte ausmachte, zwang Schuhhersteller, neue Märkte zu erschließen. Infolge der Krise sank der Anteil ehemaliger Ostblockländer wie Kasachstan, der Ukraine, Bulgariens und Ungarns an den Exporten, während der Anteil von Ländern wie Israel, Libyen und Saudi-Arabien stieg.

Betrachtet man die Schuhexporte nach Exportartikeln, stehen Lederschuhe mit einem Anteil von 50,4 % an erster Stelle. Die Nachfrage nach erschwinglichen Schuhen auf dem russischen Markt hat dazu geführt, dass auch Schuhe aus anderen Materialien als Leder zu einem bedeutenden Exportgut geworden sind. Die Wirtschaftskrisen in Asien 1997 und insbesondere in Russland 1998 zwangen Schuhhersteller dazu, preiswerte Schuhe aus anderen Materialien herzustellen. Diese Art der Produktion wurde durch den Schutz ausländischer Märkte vor asiatischen Ländern vorangetrieben, die durch die Abwertung von Währungen Wettbewerbsvorteile erlangten, und durch den Mangel an hochwertigen Schuhstilen und -designs, die einkommensstärkere Gruppen ansprechen würden.